Donnerstag, 19. Mai 2016

Nicht zu fassen: Die Verwahrlosung der Mobilität in Bielefeld und ihre jüngsten Opfer.

Die Zeitung NW berichtet heute, die Ergebnisse zur Körperkoordination bei Kindern vor der Einschulung sei erschreckend schlecht, auch die Anzahl Übergewichtiger steige.
Jedes dritte Kind zu unsportlich

Alarmierend: Anzahl der übergewichtigen Sechsjährigen nimmt stetig zu. Mehr als 30 Prozent der Kinder fallen bei Schuleingangsuntersuchung bezüglich Körperkoordination negativ auf. Sportbund verzeichnet Zuwachs…


Die Anmeldung bei Sportangeboten, die mit dem Stichwort „Sportbund“ im Artikel angedeutet wird, zeugt von der Phantasielosigkeit, welche die Zeitung stellvertretend für Eltern an den Tag legt. Das eigentliche Problem benennt Kinder- und Jugendärztin Maike Klein vom Gesundheitsamt in dem Artikel:
"Das Bewegungsverhalten von Kindern hat sich verändert. Es wird viel weniger draußen gespielt." Als Kinder früher auf der Straße getobt hätten, seien Fähigkeiten wie Hüpfen, Klettern und Rennen spielerisch erlernt worden.
Wieviele der auffälligen Kinder täglich mit dem Roller oder dem Fahrrad fahren, stand nicht in dem Artikel, aber wir können die Zahl auf Null schätzen. Der Zeitungsartikel benennt als Grund:
Den Eltern erscheine das Spielen auf der Straße als zu gefährlich, und Alternativen würden nicht geboten.
Unser Thema, da ist es wieder: die Verwahrlosung des öffentlichen Bewegungsraum durch die einseitige Ausrichtung auf Kfz-Mobilität und Vernachlässigung der Belange jüngerer und unmotorisierter Verkehrsteilnehmer.

Die Lösung ist einfach, aber Eltern sind lieber besorgt als aufmüpfig, wenn es um die Gesundheit ihrer Kinder geht: lieber „helikoptern“ sie weiter als die Sicherheit beim natürlichen Bewegungsdrang ihrer Kinder wiederherzustellen.

Wir arbeiten am Faradies, es ist noch ein weiter Weg. Als kostenlose Motivation empfehlen wir auf jeden Fall das STADTRADELN vom 11. Juni an in Bielefeld. http://www.faradies-bielefeld.de/stadtradeln 


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