Montag, 18. Mai 2015

Flanieren auf dem Weserradweg - mit Zug-Anreise

Wie weit muss man fahren für eine hübsche mehrtägige Radreise?
Wir entscheiden uns für die Oberweser.

Skywalk bei Bad Karlshafen


Anreise ab Bielef. HBF n. Hann. Münden, Umstieg in Altenbeken & Warburg


Wohlstand aus Zeiten der Flussschifffahrt: 
Hann. Münden durchströmt von Werra & Fulda


Am Weserradweg


Unser nettes Radlerhotel im Waldenser-Örtchen Gottesruh . . .


. . . als Ausgangsort für eine Tagesrundtour über die Sababurg . . .


. . . zum Reinhardswald - Urwald mit alte Eichen & Buchen. . . 


. . . und weiter hinab nach Trendelburg an die malerische Diemel,. . .


. . . weiter auf einer stillgelegten Bahntrasse mit Tunnel . . .


. . . auf dem attraktiven Diemelradweg hinab nach Bad Karlshafen.


An der Weser zahlreich & lautstark: Feldlerchen


Im Seitental bei Dalhausen: Bewegende Fotoausstellung 


Weiter nach Corvey . . .


. . . mit seinem Westwerk aus Karolingischer Zeit - seit 2014 Weltkulturerbe


Nebenan in Höxter: Das Grab der mutigen Fotografin & Chronistin Anja Niedringhaus


Am nächsten Morgen nach geselligem Frühstück Start im Weser Aktivhotel Corvey


Blick auf die Burgruine Polle mit dem Köterberg im Hintergrund


Unter Beteiligung der Stadtwerke Bielefeld: KKW Grohnde


Abstecher zum Schloss Hämelschenburg im Emmertal, . . .


. . . dann weiter bis Hameln. Dort setzen wir unsere Tour - weniger lohnend - 
über Rinteln bis zum Ende der Oberweser in Porta Westfalica fort.


Freitag, 15. Mai 2015

Und sie bewegt sich noch: Paris, der Smog und das Fahrrad

Regelmäßig wird Paris inzwischen von Smog-Werten heimgesucht, die einfach verboten sind und das Leben in der französischen Mega-Hauptstadt ungenießbar machen. Dann reagiert die Pariser Stadt-Regierung mit Fahrverboten und stellt die Metro kostenlos zur Verfügung. Das kann ganz schön ins Geld gehen.



Diese Zustände können oder wollen sich die Franzosen wohl nicht mehr leisten und das Vorbild Londons - dem ewigen Rivalen um die Gunst der beliebtesten Euro-Hauptstadt - lockt nun auch Paris, einen raschen Kurswechsel zur Fahrrad-Metropole einzuschlagen.



Anne Hidalgo heißt die aktuelle Bürgermeisterin und der „Plan Vélo“ ist ihre Antwort. Für 150 Millionen Euro gibt es eine Verdopplung des Radnetzes, eine Absenkung der Höchstgeschwindigkeit auf über 30 km Länge, gleich 2 neue Fahrrad-Schnellwege (Velo Express) und 10.000 zusätzliche P+R-Plätze zum Teil mit abschließbaren Boxen. Dazu Kaufanreize für E-Bikes und Lastenräder.



"Das Velo liegt im Trend. Es ist schadstofffrei, die Bewegung tut gut, und in Paris ist es meistens auch das schnellste Fortbewegungsmittel", meint der als "Monsieur Vélo" apostrophierte Grüne Najdovski. Und nein, für eine Helmpflicht ist der Vizebürgermeister nicht: "Damit würden wir bloß vermitteln, dass Fahrradfahren gefährlich ist.“ Paris und das Fahrrad: SPIEGEL ONLINE


Vive la France. Vielleicht auch bald bei uns?

Donnerstag, 7. Mai 2015

Wir sind irritiert.

Irritiert, weil es in Bielefeld offenbar nicht nur uns gibt, die sich ein anderes Verkehrskonzept vorstellen können und das auch sehr anschaulich zum Besten geben. Denn seit gestern gibt es: www.bicycle-bielefeld.de


Das könnte eine Irritation sein, lat. Aufregung, syn. „aus dem Konzept bringen“. Aber doch eine sehr schöne oder zumindest etwas, worüber man reden sollte.

Die Webseite enthält - wie bei Utopien durchaus üblich - wenig Argumente und leider auch wenig Möglichkeiten, in einen Diskurs einzusteigen. Wir wünschen jedenfalls viele gute Diskussionen über die Vision einer Fahrradcity in Bielefeld! Und nochmal: das ist leider nicht von uns.


Irritiert sind so einige…

hat die NW herausgefunden, nämlich der Mobilitätsbeauftragte der Stadt Oliver Spree, VCD und ADFC sind auch irritert und Herr Brehm (?). Nachdem 24 Stunden nach Auftauchen eines Flugblatts (Anm. des Verf.: Und uns hat keines erreicht, also sowas!!!) lediglich Frau Müller als registrierte Halterin der Domain, nicht aber der Urheber herausgefunden werden konnte, wird zumindest von amtlicher Seite festgestellt: 
"Rätselhaftes Flugblatt irritiert Radfahrer ...
"Bielefeld sattelt um" verkündet ein Flugblatt im Name von "bicycle", das jetzt zahlreiche Radfahrer in der City an ihren Fahrrädern oder im Briefkasten fanden. Demnach werden Altstadt und Neustadt ab 1. Juli autofrei. Das aber ist definitiv falsch." (http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/20452013_Raetselhaftes-Flugblatt-irritiert-Radfahrer.html)

Moment! Das finden wir aber nun „irritierend“.

Wieso denn Radfahrer?

  • …etwa weil eine Stadt wie Bielefeld niemals nicht aus heiterem Himmel so ein „Geschenk“ an den Radverkehr machen würde? - Na, man sollte nie zu wenig von seiner Stadt erwarten!!
    .
  • … oder die Autofahrer, die häufig auch Radfahrer sind, vielleicht kein Problem mit dem Umstieg hätten, vorausgesetzt es gäbe genügend Umsteigemöglichkeiten?
    .
  • Oder die Fußgänger, die sich dann mit Radfahrern viel einfacher den Straßenraum teilen könnten und viel öfter aufs Rad steigen würden?
    .
  • … schließlich noch alle Arbeitnehmer, Selbständige, Kaufleute und alle, die in der Innenstadt auf Laufkundschaft setzen. Davon könnte es sehr bald sehr viel mehr geben.

Also wirklich irritierend ist das Ganze auf den zweiten Blick eigentlich gar nicht. Ist es nicht so?

Diskussionen fangen an, gleich hier unter dem Beitrag...