Mittwoch, 28. Januar 2015

Winterradeln mit Spikes-MTB & Fat-Bike


Winter war letzten Samstag. Also fix mit dem Zug nach Detmold (31 Minuten)

Auf dem Hermannsweg über verzauberte Wege zu den Donoper Teichen . . .


. . . von dort weiter Richtung Ausflugslokal Bienenschmidt . . .

. . . am behaglichen Kamin speisend. . .

Wir müssen draussen bleiben. . . 

Dauerschneefall taucht die Landschaft in stilles Weiß

Im tieferen Schnee schmelzen die Kalorien & reißt eine Kette (Kettenschloss dabei)


Kleine Sammlung an Tips, damit das Winter-Radeln zum Genuss wird:

Wenn auf den gegenüberliegenden Dächern Raureif liegt, weiß ich:
Auf den Feldwegen ist es glatt

Dann steht das Winterad startklar. Ein Rad im Winter umzurüsten ist mühsam

Wie einfach, ein altes Rad mit Spikesreifen & Nabenschaltung auszustatten!

Spikesreifen mit niedrigem Druck fahren, damit die seitlichen Spikes satt aufliegen

Außer bei Gusseis und bei tieferem Sulzschnee bieten die ein Super-Grip

Fürs Alltagsradeln habe ich mir komfortable Thermo-Stretch-Hosen zugelegt

Dünne Merinowoll-Pullis sind sehr angenehm & liegen nicht dauernd in der Wäsche

Wasserdichte hochschaftige Schuhe halten Schneematsch & Nässe fern

Falls es richtig schüttet, hängt eine textile wasserdichte Regenhose einsatzbereit

Unterwegs alle Sinne öffnen! 

Orangefarbenes Licht beim Sonnenaufgang, Stille, die kühle klare Luft, . . .

Freitag, 9. Januar 2015

Verkehr und Notwehr - wer passt auf wen auf?

Das Interview des "urbanist" aus Berlin mit der Polizei und ein Kommentar dazu aus Bielefeld.


Auf dem Fahradblog “urbanist” steht ein aktuelles und sehr spannendes Interview mit der Berliner Polizei zu ihrer Strategie bei Critical Mass und anderen Verkehrsereignissen, bei denen Radfahrer und Autofahrer einander besonderes intensiv begegnen.


»Manchmal muss man Radfahrer vor ihren eigenen Verhaltensweisen schützen.«


Berliner Polizei

Schon lange interessiert uns, wie die Berliner Polizei mit Radfahrern umgeht. Christian Burkhardt, Polizeirat und stellvertretender Leiter der strategischen Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei Berlin, stand uns Rede und Antwort über Konflikte zwischen Rad- und Autofahrern, dem Umgang mit der Critical Mass und vielem mehr... (urbanist-magazin.de)
Das ganze Interview steht auf dieser Seite: http://www.urbanist-magazin.de/2015/01/manchmal-muss-man-radfahrer-vor-ihren-eigenen-verhaltensweisen-schuetzen/ 


Dazu ein Kommentar vom FaradiesBielefeld:

Ein wichtiges Gespräch ist dieses Interview. Überall, auch in Bielefeld, gibt es zu viele Vorurteile, Missverständnisse und zu wenig Kommunikation, z. B. beim Bielefelder "Bike-Sitting".

Die imho wichtigste Empfehlung wird in dem Interview deutlich hervorgehoben: gegenseitige Rücksichtnahme und Einhaltung der grundlegendsten Regeln.

Das hören (alle) Verkehrsteilnehmer nicht gern, und immer sind es die anderen, die dagegen verstoßen. Aus Sicht der Radfahrer werden aber die zur Zeit bestehenden Radwegführungen zurecht als zu gefährlich kritisiert, um sich ihnen bedingungslos unterzuordnen: Rechtsverstoß als Notwehr also? - Ich möchte in einem öffentlichen Blog auf keinen Fall pauschal die Verletzung geltenden Rechts empfehlen, jedoch geht es manchmal nicht anders. Jeder erfahrene Radfahrer kennt die wichtigste lebens- und gesundheitserhaltende Grundregel, sie lautet: Immer für den Autofahrer mitdenken und im Zweifel vorausschauend...absteigen??!!


Bitte Absteigen... ich glaube, es hackt!


Dass es mit der von Seiten der Polizei immer noch ernsthaft vorgebrachten gutgemeinten Empfehlung: Absteigen und Schieben (siehe auch im Interview!) kein Bewenden haben darf, sondern die bestehenden Regeln erweitert, verändert und verbessert gehören, wird von den Verantwortlichen in Verwaltung und Polizei höchst ungern zugegeben. Für sie ist das geltende Recht ausreichend und unbedingt einzuhalten, basta! - Hier greifen Radfahrer zur Selbsthilfe und fahren darum z. B. nicht auf vorgeschriebenen Radwegen. (Dass viele Radwege heutzutage gar nicht mehr benutzungspflichtig sind, sorgt v.a. bei Autofahrern für zusätzliche Irritation und Aversion gegen "ständig ordnungswidrige" Radfahrer.)


Bitte fahren Sie ordnungswidrig!


Am Ende des urbanist-Inteviews wird - so lese ich es zwischen den Zeilen - auch von der Polizei anerkannt, dass die strikte Regeleinhaltung nicht immer mehr Sicherheit bringt und sogar kontraeffektiv, d.h. unter Umständen lebensgefährlich sein kann, so dass situationsgerechte Ordnungswidrigkeiten unvermeidbar sind; jedenfalls solange keine verbesserte Lösung, z. B. eine veränderte Wegeführung oder Verkehrsregelung gilt. - So wird beispielsweise von der Bielefelder Polizei die ordnungwidrige, weil nicht zugelassene Nutzung des Fußgängerwegs entlang der Detmolder Straße als "Radersatzweg" nicht geahndet und soll in Einzelfällen sogar empfohlen worden sein.


Veränderung fängt im Kopf an!


Wenn die Unzulänglichkeit geltender Regelungen an konkreten Stellen so offenbar zu Tage tritt, frage ich mich, was alles noch passieren muss, bis eines Tages eine Änderung eintritt?!

Das einfachste und zugleich effektivste und nachhaltigste Mittel für mehr Rücksichtnahme, das ich persönlich kenne, ist der Rollentausch: Wer vorzugsweise Auto fährt, sollte mit einem Partner aus der Radfraktion ein paar Runden durch die Stadt drehen: zuerst mit dem Fahrrad und dann mit dem Auto. (Und genauso im Verhältnis zu Fußgängern.)


Die nächste Gelegenheit kommt bald


Bild: freie Nutzung gemäß: cc-sa-nc
Vielleicht beteiligen sich daran tatsächlich auch Verwaltung und Polizei? Dann könnte sich etwas bewegen, eines Tages... - In diesem Sinne schlage ich vor,

-> dass wir auch in Bielefeld ein Gespräch oder Interview auf Augenhöhe mit unserer Polizei führen können und...

-> dass die Polizei sich beim nächsten Critical Mass Termin nicht auf die Beobachtung aus dem Polizeiauto oder vom Krad beschränkt, sondern mittenmang mitfährt. Mit dem Fahrrad natürlich (wie bereits beim Corso im Juni 2014 erfolgreich geschehen).



Samstag, 3. Januar 2015

Impressionen aus Solution City - Kopenhagen

 Gelegenheitsradler Timo aus Bielefeld (auf Heimaturlaub) erklärt uns seinen Studienort Kopenhagen:


Ankommen, 120 € auf den Tisch und raus auf´s gebrauchte Rad


Liebenswürdige Verbote: Knallert forbudt!


Sanften Schwüngen folgend . . .


. . . von einer auf die nächste Brücke . . .


(die nächsten Brücken sind bereits in Planung) . . . immer weiter . . .


. . . über sanfte Fahrstreifen zwischen Kopfsteinpflaster . . .


. . . unterwegs den Müll entsorgend hier . . .


 . . . oder später vielleicht hier . . .


 . . . entspannt mit Ampelpause an der Haltestange . . .


. . . hinaus aus der Stadt . . .


 . . . auf den Highway in die Außenbezirke . . .


Das Rad unten abstellen . . .


 . . . oder lieber im Schrägaufzug auf die Etage mitnehmen?


Wertschätzung für Radler mit zählbaren Erfolgen!


Ach, seufz! Aufwachen in Bielefeld:
Die Stapenhorststraße vor der ADFC - Zentrale:


Feinstaubmessung statt Fahrradzähler . . .


. . . und der gelangweilte Radweg holt sich einen Sonnenbrand