Mittwoch, 3. Dezember 2014

CM im November: Ride daily - celebrate monthly

Letzen Freitagabend dürften wir so viele gewesen sein, wie in der ersten Zeit der Bewegung 1992 in San Franzisko: Rund fünfzig Teilnehmer, bei frostiger Kälte und Dunkelheit!

Für mich war es die CM - Taufe, meine Erstteilnahme.
Insofern fehlen mir Vergleiche zu früheren Ausfahrten.


Ich habe mich gleich sehr wohl gefühlt. Klasse fand ich die Vielfalt der Teilnehmer.
Während wir andernorts eher geneigt sind, Leute, die von der ´Mitte´ abweichen,
zu ´includieren´, wurde hier gleich spürbar, dass ´diversity´ ein großes Geschenk ist

Kurz: CM ist definitiv nicht langweilig

Die Polizeipräsenz fand ich nicht aufdringlich, fühlte mich nicht wie im Zoo
und es entwickelten sich nette Gespräche vor der Abfahrt. Hat sich da was geändert?


Zwischenfälle gab´s auch: Zweimal sprang mir die Kette ab :-). 
Ansonsten verhielten sich alle aufmerksam, die Radler und auch der übrige Verkehr.
Celebrate monthly - das Gefühl stellt sich beim Fahren in dieser Gruppe ein

Am Jahnplatz wurde dann noch ein Gruselradweg ausgezeichnet . . .


. . .mit dem Hinweis auf die Onlinepetition zur Abschaffung der Benutzungspflicht:





Zack Furness aus Chicago liefert in dem Buch ´Philosophie des Radfahrens´
(Mairisch Verlag) einen schönen Beitrag über die CM Bewegung


Er zitiert Martin Wachs, Prof. für Bauingenieurwesen an der Universität von Berkeley, weshalb Critical Mass und andere Fahrradaktivisten in den späten 90ern eine wesentlicher Rolle bei der erfolgreichen Planung des 147 Mio $ teuren Radwegs über die bay bridge spielten: ´Er wurde mit aufgenommen, weile eine hartnäckige, wohlorganisierte und regelrecht unausstehliche Gruppe von Aktivisten sich nicht hat von dem Thema abbringen lassen.´

Ich hätte da auch eine Vision: Eine flotte Radtrasse zwischen dem Bielefelder Westen & Osten!

Seien wir unausstehlich . . .




Kommentare:

  1. Vielleicht finden das einige Mitmenschen unausstehlich. Darum immer nett bleiben. Die anderen werden uns bald verstehen und davon haben alle etwas.

    "Weil eine hartnäckige, wohlorganisierte und regelrecht unausstehliche Gruppe von Aktivisten sich nicht hat von dem Thema abbringen lassen...Seien wir unausstehlich!"

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  2. Übrigens, super Bild von dem "Einradkünstler" - bei der Fahrt fotografiert! Sehr stimmungsvoll auch das erste. Das möchte ich gern auf die faradies-Seite nehmen.

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  3. Eine flotte Radtrasse zwischen dem Bielefelder Westen und Osten?
    BIN DAFÜR!
    Eine Vision oder ginge das wirklich? Wo?

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    1. Zum Nutzen: Wenn man vom Westen in den Osten muss, dann ist die Strecke abschnittsweise ganz attraktiv, aber extrem kleinteilig (um auf einer optimalen Ostwestverbindung nach Stieghorst zu gelangen, brauche ich mein Navi mit eingespeichertem Track, um die Abzweige und Sackgasen zu vermeiden).
      Zur Vision; Es wäre ein sichtbares Signal für den Aufbruch, ein GEMEINSAM zu verfolgendes Ziel, Ausgangspunkt für eine weitere Umgestaltung Richtung Nahmobilität.
      Zur Machbarkeit: In Münster ist der Innenstadtring Realität, durchs Ruhrgebiet wird soeben der 101 km lange RS1 gebaut und was ein ähnliches Projekt für die Urbanität bedeutet, konnte ich letztes Jahr in New York bewundern (Highline; eine Gehstrecke auf einer ehemaligen Stadtbahntrasse.

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Danke für deinen Beitrag und allzeit gute Fahrt im "Faradies".