Freitag, 29. August 2014

Kleine und große Geschenke

Kleine Geschenke und freundliche Gesten gab es letzten Dienstag.



Als ´Stadtradelstar´ habe ich immer keck behauptet,
ich hätte in dieser Funktion EINEN Wunsch frei.

Was wäre das für ein Geschenk der Stadt an ihre Bürger:
Eine Fahrradtrasse zwischen dem Bielefelder Westen & Stieghorst
unter Nutzung der vielen schon vorhandenen Radwegschnipsel?

Mittwoch, 27. August 2014

Treffen am RADhausvorplatz

Gestern gab´s Geschenke:
Frisch eingekleidet in Trikots für die extra ausgezeichneten Stadtradelstars (> 800 km während der drei Wochen)....
... führte der anschließende Corso einmal um die Innenstadt
zurück zu Preisverleihungen und weiteren Ehrungen, verliehen vom Oberbürgermeister-Stadtradelfan und von Herrn Schelp als Stadtradelbeauftragten
Beeindruckend: Die Vielzahl der teilnehmenden Betriebe und Schulen und die erneute enorme Steigerung an Zahlen und Daten gegenüber dem Vorjahr


Donnerstag, 21. August 2014

Was soll das?

Die Critical Mass ist zu Gast in Bielefeld - immer am letzten Freitag um 19 Uhr ab Kesselbrink.

Wir haben sie nicht gerufen, nicht initiiert, geplant, dazu aufgerufen oder sonstwie organisiert. Sie ist gekommen, wie zu vielen Städten in den letzten Jahrzehnten, seit das Phänomen erstmals auf diesem Globus gesichtet wurde, und soll bleiben.

Wir wollen sie hegen und pflegen, sie ist eine Chance für die Verkehrsentwicklung unserer Stadt. - Ja? Wieso denn das?

Weil es um eine ausgewogene nachhaltige Verkehrsentwicklung in Bielefeld geht, deren Entstehung unmittelbar bevorsteht wie in anderen urbanen Lebensräumen unserer globalisierten Welt zu sehen ist, auch in anderen Städten Deutschlands.
Zu den größten Aktionen gehörten hierzulande bislang der autofreie Tag zwischen Bielefeld und Herford auf der B61 und der Run-and-Roll-Day. Doch es handelt sich nur um das zeitweise Außerkraftsetzen der normalen Verkehrsregeln, danach ist alles wieder wie vorher.
Nachhaltiger wirken das Stadtradeln und eben die Critical Mass, denn sie finden über einen längeren Zeitraum (beim Stadtradeln immerhin schonmal 3 Wochen im Sommer) statt und zwar im normalen Verkehrsbetrieb, das ist entscheidend!
Während die Beteiligung beim Stadtradeln sich organisch in das normale Verkehrsaufkommen einfügt und zu großen Teilen mit diesem deckungsgleich ist, stellt sich bei der Critical Mass die ungewohnt große Anzahl von Radfahrern, die alle zur selben Zeit in eine Richtung fahren, wie eine unübersehbare Demonstration" dar, die vor allem die Ordnungskräfte in ihr sehen (müssen?).

Doch sie ist keine Demonstration im engeren, rechtlichen Sinne, sondern der Normalfall.

So wie es ihn längst in den bekannten Fahrradstädten wie Münster, Groningen in den Niederlanden und Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen gibt und wie es das erklärte Ziel vieler bedeutender Metropolen, z. B. Londons ist.

Warum also nicht auch in Bielefeld jetzt schon für ein paar Stunden an einem Freitagabend?

Die Critical Mass ist Gegenstand der Besorgnis der Ordnungskräfte, die sie reflexhaft als außerordentliches genehmigungspflichtiges Verkehrsereignis oder anmeldepflichtige Demonstration einstufen. Noch begleiten sie sie freundlich und nachsichtig. Doch das erklärte Ziel ist die Durchsetzung der nach ihrer Ansicht unumgänglichen Genehmigungs- oder Anmeldepflicht.
Damit würde die CM aber wieder ein aus der Normalität des Verkehrsalltags herausgehobenes Ereignis in den Augen der Öffentlichkeit. Sie müsste sich Vorwürfe von anderen Verkehrsteilnehmern gefallen lassen und damit rechnen, abgesagt zu werden, wenn Bedenkenträger dies für notwendig halten.

Hat eigentlich schon mal jemand versucht, den täglichen Berufsverkehr zu untersagen?

Der Gedanke allein ist absurd und würde die Bürger in ihrem Alltag empfindlich stören. Ebenso kontraproduktiv ist er für die Critical Mass. Und genau das hat in einer sehr freundlich gehaltenen Bitte die Polizei bei der CM im Januar 2015 versucht: Es hatte am Freitag, den 30. Januar die größte Menge Neuschnee des Jahres gegeben und die Polizei bat bekannte Teilnehmer der CM, sie sollten die „Veranstaltung“ wegen des Wetters und der Straßenverhältnisse bitte absagen. Dem konnten die angesprochenen Personen nicht nachkommen, denn sie sind nicht die Veranstalter. Es gibt keine Veranstalter außer den Teilnehmern, die sich zum bekannten Termin treffen und die Critical Mass bilden.
Die Masse besteht aus denkenden Bürger/inne/n, die jede/r für sich verantwortungsvoll entscheiden, ob sie sich zu den gegebenen Bedingungen auf eine Radtour begeben wollen. Und auch wenn es immer noch Erstaunen auslöst, ja man kann im Winter mit dem Fahrrad fahren, warum denn nicht?  Wer würde denn als Autofahrer, ÖPNV-Nutzer oder Fußgänger zu Hause bleiben es, wenn es Schnee gegeben hat?!

Mittwoch, 20. August 2014

Stadtradeln 2015, ...

... , das dauert noch eine Weile, werden dann alle wieder dabei sein?  
Liebe Team-Mitglieder,
das Stadtradeln 2014 klingt am kommenden Dienstag festlich aus, siehe Programm im Anhang.
Wer sich in der Zwischenzeit über Aktivitäten informieren oder eigene beitragen oder ankündigen möchte,
(z.B. II. Bielefelder Critical Mass am 29.08. 19.00 ab Kesselbrink!),  kann das auch künftig auf der Seite
Bielefeld hat mit Platz 1 in NRW und Platz 7 bundeweit so gut abgeschnitten, dass wir Radler in unserer
Stadt den Verhältnissen weit vorausgeradelt sind (näheres unter www.faradies-bielefeld.de).
Dort ist auch die Broschüre ´Bielefeld - eine Stadt zum Gehen und Radfahren´ hinterlegt,
mit der wir der Gesellschaft und Kommunalpolitik in Bielefeld künftig den Puls messen können. 
Wie lautet die persönliche Bilanz über unsere Teilnahme? Ich glaube, dass unser 50-köpfiges Team
ein paar Kurbeldrehungen am Rad (am Karren?) des kulturen Wandel geleistet hat.
Viele Grüße, gern bis bald bzw. (spätenstens) bis 2015, Uwe Adam

Mittwoch, 6. August 2014

Wieso Faradies Bielefeld? Es gibt doch schon Münster

Sprachlos steh’ ich dann immer da, wenn mir aus dem Munde der Eingeborenen von Bielefeld diese oder eine ähnliche Formulierung entgegen schallt. Meistens nachdem ich gerade meine - zugegeben noch utopische - Vision von der „Fahrradstadt Bielefeld“ ins Gespräch gebracht habe.

„Dat muss nich’…"


Die ostwestfälische Bescheidenheit („muss nich'“) in allen Ehren! Aber nur weil ein benachbartes Dorf über Straßenbeleuchtung, Wasserversorgung und Radwege verfügt, bleiben diese Errungenschaften doch nicht dem Erstanwender exklusiv vorbehalten. Genauso das Radfahren, wobei es korrekterweise „Nahmobilität“ heißen müsste, was aber genauso unsexy daherkommt, wie der Begriff „öffentlicher Personen-Nahverkehr“. Da versteh' ich sie dann, die Bielefelder mit ihrem: „muss nich“.

www.bicycle-bielefeld.de 

Denkt euch selber mal 'was aus!


Dabei könnte die Wirklichkeit im Ergebnis viel schöner sein als ihre techno- und bürokratische Ankündigung. Auf der anderen Seite scheinen dieselben Bürger aber größte Skepsis bei allen nicht techno- und bürokratisch abgesegneten Entwicklungen an den Tag zu legen, was es so ziemlich unmöglich macht, einfach mal etwas Neues vorzuschlagen.

Wir waren irritiert...


Etwa wie im Mai dieses Jahres, als auf Flugblättern und auf einer Internetseite behauptet wurde, Bielefeld werde ab dem 1. Juli eine autofreie Innenstadt bekommen. Aufschrei in der Presse „Rätselhaftes Flugblatt irritiert Radfahrer“ (NW), Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses und immer wieder die Klarstellung: Das ist eine Falschmeldung. Keinesfalls aber: Das ist eine interessante Idee. (Wir berichteten hier.)

https://www.facebook.com/groups/faradies.bielefeld/ 


Dabei besitzt Bielefeld seit langen Zeiten ein einzigartiges Bürgerengagement, das die Entwicklung der Stadt erheblich mitgeprägt hat. Auch die Verkehrswende zu einem integrierten, ausgewogenen Mix aus motorisiertem Individualverkehr und emissionsarmer (bzw. freier) Nahmobilität hat seit langem ihre Stimme in der Stadt und hat der Stadt - lange ist’s her - bereits den Titel „fahrradfreundliche Stadt“ eingebracht.

Neue Netze für die Stadt - online!


Davon war dann allerdings eines Tages nur noch wenig zu spüren. Es ist nun an der Zeit, die an vielen Stellen verstreuten Engagements zu bündeln, sie kommunikativ nach innen und nach außen zu vernetzen und ihre Aktivitäten zu bündeln und bekannt zu machen. Das will faradies-bielefeld.de mit seiner Webseite, seinen Präsenzen auf verschiedenen sozialen Netzen, wie z. B. facebook, twitter und Google.

neu: RADinfo-Bielefeld

http://www.faradies-bielefeld.de/radinfo-newsletter 


Und nun mit einem neuen Newsletter-Angebot. Wir freuen uns über Reaktionen, sei es von neuen oder alt-eingesessenen Akteuren, die sich mit uns vernetzen und Informationen, Themen und Diskussionen teilen wollen. Nur „online“ sollten sie sein. Denn das Netz aller Netze ist der Ausgangspunkt vieler Aktionen und wartet schon lange auf die Bielefelder.