Donnerstag, 19. Juni 2014

Stadtradelkorso in der Innenstadt - ein Perspektivwechsel


Ein Kompliment an die Bielefelder Autofahrer für ihre Geduld oder gar Verständnis, als sich am Ende rund achtzig Radler für eine Stunde einen Teil des Verkehrsraums geliehen hatten!


Das umgekehrte Experiment wäre nicht minder interessant:

Welche Erfahrung würden Autofahrer machen und wie würden sie reagieren, wenn man sie probeweise einen für ihr Fahrzeug passenden Parcours fahren ließe, der dem Abenteuer entspräche, das wir auf Radwegen an vielen Orten in Bielefeld erleben?

???

Ein anderer Perspektivwechsel scheint mir ebenfalls lohnend:

Auf der Philcologne 2014 war der Klimaethiker und Mitverfasser des Klimareports Lukas Meyer von der Uni Graz zu Gast (http://www1.wdr.de/radio/podcasts/wdr5/dasphilosophischeradio100.html, Beitrag vom 23.05.).: 
".... Man kann darüber nachdenken, das ist eine spannende philosophische Diskussion, inwiefern doch Leute, die später leben, unsere Nachfahren, in einer Beziehung zu uns stehen, die einen Unterschied macht, dafür, wie gut unser Leben gewesen ist. Im üblichen Sinne können die nichts für uns tun und uns nicht schädigen, wir aber schon..."

Er benennt Motivationsbrücken, die den Menschen helfen, Verantwortung zu übernehmen,
ohne einen unmittelbaren Nutzen daraus zu ziehen.

Insofern konnten die heutigen Fronleichnamsprozessionen, auch wenn sie für viele äußerlich aus der Zeit gefallen zu sein scheinen, einen besseren Beitrag dazu leisten, dass uns diese ungeborenen Generationen nicht verfluchen werden, wenn die Kippeffekte im Klimawandel Fahrt aufgenommen haben werden.  

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Danke für deinen Beitrag und allzeit gute Fahrt im "Faradies".