Donnerstag, 26. Juni 2014

Ärztlichen Rat für Leitlinien und Schlangenlinien

Heute interne Fortbildung in unserem Schulungsverein für Diabetes.

Thema: Nationale Versorgungsleitlinie Diabetes Typ 2.

Was hat das mit unserer Ärztlichen Initiative zu tun?

Kehrseite unserer erfreulich gestiegenen Lebenserwartung und eines häufig bewegungsarmen Lebensstils sind nunmehr rund sieben Millionen Diabetiker in Deutschland (und 117 Mio. in China).

Was soll der Hausarzt leisten? Dazu ein Auszug aus dem Dt. Ärzteblatt zum langsamen Nachlesen:



Das habe ich vor vierzehn Jahren als frisch fortgebildeter Diabetologe für mich so formuliert:



Ist das alles? Nein, denn diese hochkomplexe ´Nationale Versorgungsleitlinie´ ist nicht aus einem Guss, sondern vier (!) verschiedene Fachgesellschaften haben darin unterschiedliche Nuancen gesetzt.

Ist das nun alles? Nein, denn die Kassenärztlichen Vereinigungen wachen darüber, dass die Verordnung des Arztes nach ihrer Definition wirtschaftlich, ausreichend und zweckmäßig ist.

Das hat in den letzten vierzehn Jahren nicht so gut funktioniert und ist in Verbindung mit den zahlreichen neuen und kostenintensiven Diabetesmedikamenten schlicht ein Fass ohne Boden.

Hausarzt und Patient in einer Wüste widerstrebender Interessen statt in einem Wertesystem vernetzter Akteure.

Die Weltgesundheitsorganisation (torontocharter-german-2010) ruft seit 2010 zu diesem vernetzen Handeln auf, in Deutschland leider noch Fehlanzeige.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Danke für deinen Beitrag und allzeit gute Fahrt im "Faradies".