Mittwoch, 23. November 2016

Fisch fährt Fahrrad - christliche Ermahnung zum Beitrag für die Schöpfung (Umwelt)

Ob Kleinkünstler, Großkapitalist, Liebhaber, Fremdgeher, Großeltern, Yuppie, Single oder Fisch - jeder fährt mit’m Rad.

Fisch? Eines der uralten Symbole der christlichen Kirche. Und ja, auch unsere christlich engagierten Fahrradfreunde kennen gute Gründe für die Verkehrswende.

Dr. Uwe Adam, Arzt, Christ und Co-Autor dieses Blogs schreibt: Liebe Radler, Flaneure, aktive Schützer der Umwelt und Freunde der Schöpfung, gemeinsam mit Papst Franziskus suchen wir nach Antworten auf die Fragen:

-> Was müssen wir heute tun, damit unsere Kinder – freier als wir heute –
künftig über ihren Lebensstil entscheiden können?

-> Wie können wir sie zu einem nachhaltigen Lebensstil befähigen?

Wann: Donnerstag, 24. November 2016, um 20 Uhr

Wo: Gemeindehaus an der Spandauer Allee 48 in Bielefeld (Dornberg)

Referent wird Fred Paul Schelp​ sein. Er ist vielen bekannt als Projektleiter STARS für die Stadt Bierlefeld (http://starseurope.org/bielefeld.php) und als kreativer Planer des Stadtradeln​ (2014).

Eine Veranstaltung der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung im Bielefelder Westen und des Katholischen Bildungswerks e. V. im Dekanat Bielefeld-Lippe​.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Heckengänge - die kleinen grünen Verbindungen in unserer Umgebung

Heckengänge, Schnat- & Graswege, kleine Abkürzungen, Hofwege . . .
Was ist uns der Erhalt dieser alten Wege wert?
Möchten wir sie erhalten?
Oder kann das weg?
Wie erkenne ich eine Fahrrad- und fußgängerfreundliche Stadt?
Darüber hatten wir uns vor zwei Jahren intensiv Gedanken gemacht:
Also Augen auf:
Mein Radweg stadteinwärts: Vorbei am Mülleimer - Radstellplatz . . .
. . . neben den seit Monaten geschützten Abstellplätzen hinterm Bauzaun . . .
. . . zur gut einsehbaren Raucherwerbung für Schulkinder
& Jugendliche an den städtischen Werbeflächen . . .
. . . mit einer pfiffigen Choreographie zügig wechselnder Motive:
Stadtauswärts endet der Weg nach 770 Metern leider stumpf in einer Sackgasse . . .
. . . und der uralte Wanderweg in der Nähe führt neuerdings 240 Meter . . .
. . . weiträumig um ein Grundstück herum:
Die Ausfallstraße nebenan südwestlich endet nun jüngst an einer anderen Sperre
Die Besitzung kann aber auf einem 230 Metern langen abschüssigen Lehmpfad umlaufen werden
Dann öffnet sich der Blick noch vor dem neuen Böckstiegel-Museumsbau . . .
. . . auf ein Landschaftsmotiv des Malers . . .
. . . mit dem uraltem Wiesenweg dort oben
 Ähem - bis vor kurzem. Denn dieser Weg . . .
. . . muss nunmehr auf 365 Metern Straße umlaufen werden, . . .
. . . weil sein Ende zugewachsen ist:
Kann man so was messen?
Ja. Der uralte Rundweg um Bielefeld, Schnatgang oder . . .
. . . endet von einem Jahr zum anderen plötzlich im Maisfeld . . .
. . . und wächst und wächst, weil alte Wege verschwinden:
Von vormals 78 km . . .
. . . bereits 2007 auf über 90 km
Was sind uns die alten Wege wert
?



Sonntag, 2. Oktober 2016

BYPAD ist im Rat beschlossen

Worauf noch warten?
Critical Mass am Jahnplatz
Vor einem Jahr war die Bewertung der Fahrradfreundlichkeit Bielefelds gestartet worden. Aus diesem "BYPAD"- Audit wurden 5 Leitsätze entwickelt, die der  Stadtrat nun beschlossen hat.
 Darin stehen wichtige Sätze wie:

- es werden Voraussetzungen geschaffen, dass das Radfahren für alle Menschen eine sinnvolle Alternative darstellt
- zentrales Ziel der Radverkehrsförderung in Bielefeld ist es, den Radverkehrsanteil an allen Wegen von 15% (2010) bis 2020 auf 20% und bis 2025 auf 25% zu steigern
- ein Radverkehrskonzept zeigt bis 2018 den Handlungsbedarf auf
- das bestehende Radverkehrsnetz wird geprüft und weiterentwickelt
- Service und Dienstleistungen für den Radverkehr (z.B. Fahrradverleih) werden verbessert
- Personal und Finanzmittel werden bereitgestellt.


Hier ein Zeitungsartikel, ausführlich der Bericht des BYPAD-Audits:
Es kann also losgehen mit der Radverkehrsförderung!

Oder? Die konservativen Fraktionen  (CDU, BfB, FDP) waren bei der Abstimmung im Rat dagegen.  Obwohl sie in der Arbeitsgruppe die Ergebnisse mit erarbeitet und getragen hatten. Sie kritisieren die Radverkehrsförderung als ideologisch (nanu?!).
Aktuell möchten sie lieber nicht Tempo 30 auf der Stapenhorststraße (und werden dabei von der SPD in der Bezirksvertretung Mitte unterstützt). Das Tempo 30 hat die Straßenverkehrsbehörde nach mehreren Radunfällen aus Sicherheitsgründen angeordnet.

Es ist lohnend,  sich jetzt an dem  Aufbruch zu mehr Fahrradfreundlichkeit in Bielefeld zu beteiligen. Sich die spannenden Konzepte anzusehen, eine eigene Ansicht dazu zu entwickeln, die Diskussion zu führen. Auch mal zu telefonieren, z.B. mit Ratsmitgliedern. Interessant könnte auch die nächste Bezirksvertretung Mitte werden, auf der nochmal über die sichere Stapenhorststraße gesprochen wird (Donnerstag, 6.10., ab 17 Uhr im Alten Rathaus, Tagesordnung).

Sonntag, 4. September 2016

Schattenspringen & Tauziehen - welche Sportarten dominieren die anstehenden Ratsbeschlüsse?

Urgroßvater Paul Brakensiek begrüßt
Milchkutscher Struck an der alten Werther Straße

Hat sich seitdem unsere Umwelt verändert?
Wie prägt der Verkehr heute unsere Innenstadt?


Wenn die Stadt sich immerfort verändert: 
Haben wir dann ein Ziel vor Augen?
Wie wollen wir künftig in unserer Stadt leben?


Wäre ich wie hier als Autofahrer eigentlich einverstanden, 
wenn meine eigene Fahrspur auf einem Anhänger endet?


Radweg - Mängelmelder beim Stadtstadeln: Leider nicht in Bielefeld.
Künftig gilt: Hinschauen oder wegschauen?


Wie viel Opferbereitschaft darf ich als Autofahrer von Radlern fordern?



Wie gut gelingt es mir als Autofahrer, mich auf die Bedürfnisse von 
Fußgängern, Radlern, Kindern, Alten und Bewohnern einzulassen?

(Quelle: NW)

Verändert sich in Bielefeld derzeit der Bürgerwille?

(Quelle: NW)

Welche Haltung prägt die Kommunalpolitik in Bielefeld?


Auf welche Sportarten setzt der Rat im kommunalpolitisch entscheidungsreichen
September 2016: ´Tauziehen´ oder ´Über den eigenen Schatten springen´?


Urbanität: Geben wir dem Kesselbrink eine Chance?


Was geschieht mit der Wirtschaft, wenn Radler und Fußgänger willkommen sind?


Think Tank oder Getto? Was will die Stadt Bielefeld
von ihrer Universität und Fachhochschule wissen?

Hat es irgendeinen Nutzen, wenn wir fit und gesund bleiben?
Die Prodekanin der Gesundheitswissenschaften als Stadtradelstar:


Falls mir Gesundheit kein Anliegen ist und unsere Kosten für 
vermeidbare Erkrankungen weiter in der Geschwindigkeit steigen:

(Dr. Dietrich Garnichs im Forum Offene Wissenschaft, Uni Bielefeld)

Wären dann zwanzig Prozent Krankenversicherungsbeitrag o.k.?

(Beispiel für über 1000 € Therapiekosten im Quartal)

Ein Papst fordert uns heraus: Haben wir die Begabung zur Kooperation?

(Quelle: Päpstliche Enzyklica Laudato si)

Hinsichtlich eines nachhaltigen und aktiven Lebensstils: 
Wozu möchte wir künftig unsere Kinder befähigen?

(Preisverleihung beim STARS Projekt an 32 Bielefelder Schulen 2016)


Bielefeld konnte mehr!
Beispiel für eine unerwartete Bielefelder Erfolgsgeschichte:
(Quelle: ´Abenteuer Hermannslauf´ v. Wolfgang Schlüter & Peter Gehrmann)

Anfrage an unsere Kommunalpolitiker:
Findet sich ein Schirmherr oder eine Schirmherrin für
weitreichende Beschlüsse im Bereich bewegter Nahmobilität?


Und wäre ´Über den eigenen Schatten springen´ dann
ein attraktiverer Sport als sprödes ´Tauziehen um Beschlüsse´