Sonntag, 4. September 2016

Schattenspringen & Tauziehen - welche Sportarten dominieren die anstehenden Ratsbeschlüsse?

Urgroßvater Paul Brakensiek begrüßt
Milchkutscher Struck an der alten Werther Straße

Hat sich seitdem unsere Umwelt verändert?
Wie prägt der Verkehr heute unsere Innenstadt?


Wenn die Stadt sich immerfort verändert: 
Haben wir dann ein Ziel vor Augen?
Wie wollen wir künftig in unserer Stadt leben?


Wäre ich wie hier als Autofahrer eigentlich einverstanden, 
wenn meine eigene Fahrspur auf einem Anhänger endet?


Radweg - Mängelmelder beim Stadtstadeln: Leider nicht in Bielefeld.
Künftig gilt: Hinschauen oder wegschauen?


Wie viel Opferbereitschaft darf ich als Autofahrer von Radlern fordern?



Wie gut gelingt es mir als Autofahrer, mich auf die Bedürfnisse von 
Fußgängern, Radlern, Kindern, Alten und Bewohnern einzulassen?

(Quelle: NW)

Verändert sich in Bielefeld derzeit der Bürgerwille?

(Quelle: NW)

Welche Haltung prägt die Kommunalpolitik in Bielefeld?


Auf welche Sportarten setzt der Rat im kommunalpolitisch entscheidungsreichen
September 2016: ´Tauziehen´ oder ´Über den eigenen Schatten springen´?


Urbanität: Geben wir dem Kesselbrink eine Chance?


Was geschieht mit der Wirtschaft, wenn Radler und Fußgänger willkommen sind?


Think Tank oder Getto? Was will die Stadt Bielefeld
von ihrer Universität und Fachhochschule wissen?

Hat es irgendeinen Nutzen, wenn wir fit und gesund bleiben?
Die Prodekanin der Gesundheitswissenschaften als Stadtradelstar:


Falls mir Gesundheit kein Anliegen ist und unsere Kosten für 
vermeidbare Erkrankungen weiter in der Geschwindigkeit steigen:

(Dr. Dietrich Garnichs im Forum Offene Wissenschaft, Uni Bielefeld)

Wären dann zwanzig Prozent Krankenversicherungsbeitrag o.k.?

(Beispiel für über 1000 € Therapiekosten im Quartal)

Ein Papst fordert uns heraus: Haben wir die Begabung zur Kooperation?

(Quelle: Päpstliche Enzyklica Laudato si)

Hinsichtlich eines nachhaltigen und aktiven Lebensstils: 
Wozu möchte wir künftig unsere Kinder befähigen?

(Preisverleihung beim STARS Projekt an 32 Bielefelder Schulen 2016)


Bielefeld konnte mehr!
Beispiel für eine unerwartete Bielefelder Erfolgsgeschichte:
(Quelle: ´Abenteuer Hermannslauf´ v. Wolfgang Schlüter & Peter Gehrmann)

Anfrage an unsere Kommunalpolitiker:
Findet sich ein Schirmherr oder eine Schirmherrin für
weitreichende Beschlüsse im Bereich bewegter Nahmobilität?


Und wäre ´Über den eigenen Schatten springen´ dann
ein attraktiverer Sport als sprödes ´Tauziehen um Beschlüsse´




Samstag, 9. Juli 2016

Alles Gold was glänzt.





- oder was von der - wiederholt - sehr guten Platzierung Bielefelds beim Stadtradeln zu halten ist.


Das Stadtradeln in Bielefeld ist am 1. Juli zu Ende gegangen und Bielefeld wird am Ende der Aktion im Herbst unter allen Kommunen in NRW und auch im Bund wieder eine sehr gute Platzierung haben.

Aber was sagt das über die Qualität der gefahrenen Strecken, die Sicherheit und das Wohlbefinden der Radlerinnen und Radler aus?

Seht dazu unsere Detail-Auswertung

Sonntag, 19. Juni 2016

Versuchsküche? Schlaflabor? Wo landen Bielefelder Impulse bürgerschaftlichen Engagements?


Wofür steht Bielefeld! Versuchsküche oder Schlaflabor? 


Ein aufmunterndes Bielefelder Votum! (Quelle: NW):


Aber wo landen denn die Impulse bürgerschaftlichen Engagements, . . .


. . . wenn die Party vorbei ist?


Was bleibt dann? 


Wo und wann werden Entscheidungen darüber getroffen, . . .


. . . ob die vielfältigen Projekte . . .


 . . . mit wertvollem bürgerlichem Engagement . . .


. . . irgendeine Resonanz in den kommunalen Entscheidungswegen erzeugen?


Wer fällt wann und wo Entscheidungen, ob das BYPAD Audit . . .


. . . wie in anderen Städten zum Leitfaden kommunalen Handelns wird?


Radfahren in Bielefeld ist gefährlich.
Radfahrer in Bielefeld erwarten Antworten.

Montag, 30. Mai 2016

Rolandstraße - die Fahrradstraße braucht Pömpel

Zeichen 244 StVO

Der Feuerwehr sollten sie Platz machen, die vielen Auto-Parker an der Rolandstraße. Das ist passiert, die Rolandstraße wurde halbseitig mit einem Halteverbot belegt und von den Fahrzeugen der Anwohner und ihren Gästen befreit, was für sich betrachtet nicht für gute Laune gesorgt hat, die Presse hat darüber mehrfach berichtet. Zusätzlich bestand die Hoffnung, dass sich die Situation auch für die Hauptverkehrsgruppe der Rolandstraße nicht verschlechtern würde: die Radfahrer.

Denn die Rolandstraße ist eine Fahrradstraße. Kraftfahrzeuge sind „nur zu Gast“. Und weil das a) kaum bemerkt wird, trotz Beschilderung und b) weil es selbst dann nur von wenigen Verkehrsteilnehmern richtig verstanden wird, hier eine kurze Erläuterung:
In Deutschland sind Fahrradstraßen dem Fahrradverkehr vorbehalten. Mit anderen Fahrzeugen dürfen sie nur dort benutzt werden, wo dies durch Zusatzzeichen angezeigt ist. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt für alle Fahrzeuge 30 km/h. Das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern ist erlaubt. Kraftfahrer müssen gegebenenfalls ihre Geschwindigkeit verringern, um eine Behinderung oder Gefährdung von Radfahrern zu vermeiden. (aus Wikipedia)
Die „alte“ Rolandstraße war überwiegend einspurig. Ausreichend für Radverkehr. Zu eng für die Feuerwehr. - Kartenmaterial: Google Inc.
Durch die Beschränkung des Parkraums auf einseitiges Parken wurde jetzt eine deutliche Verbreiterung geschaffen, mehr Platz für Feuerwehr und Notdienste und…zum Überholen für Autos.

Das war nicht so gemeint, wird aber so praktiziert. Radfahrer mit aktuellen Ortskenntnissen kennen das: Man fährt auf der Seite der parkenden Fahrzeuge und wird von hinten überholt oder entgegenkommend passiert von Autos, die mehr oder weniger großzügig Abstand halten und dafür über den abgesenkten Bürgersteig auf der gegenüberliegenden Seite fahren. Die ausgegrauten, aber nach wie vor gut sichtbaren früheren Parkbegrenzungen lassen den Bürgersteig fast als eine Fahrbahnerweiterung erscheinen (für die, die das so sehen wollen).

Eine Fahrbahnverbreiterung?
Soweit so schlecht, doch andersherum ist es nicht besser, eher schlechter, und das ist mir jetzt passiert: Ich fahre rechts entlang der nicht beparkten Seite in Richtung Alm/Schüco-Arena, ein Ford Transit aus Lippe biegt aus dem Kreisel der Melanchthonstraße in die Rolandstraße und fährt mir zügig entgegen. Die Fahrerin verlangsamt kaum, obwohl es für uns eng werden wird. Sie hat die parkenden Fahrzeuge auf ihrer Seite und müsste schon deswegen zurückhaltend fahren. Und zusätzlich befinden wir uns in einer Fahrradstraße und das bedeutet nochmal: „Kraftfahrer müssen gegebenenfalls ihre Geschwindigkeit verringern, um eine Behinderung oder Gefährdung von Radfahrern zu vermeiden.“ 

Doch die breitere Rolandstraße wirkt offensichtlich konterkarierend für die Sicherheit des Radverkehrs: die Fahrerin im Ford-Transit ist anscheinend der Überzeugung, ein Auto und ein Fahrrad, das geht, das muss! Ich würde jetzt gern auf den Bürgersteig ausweichen, aber während ich noch meine Kapitulation vor der strunzen Macht des Stärkeren erwäge, macht es plötzlich „klack“: Der Ford hat den Spiegel eines VW-Bulli mitgenommen, der ist ab. Die Fahrerin stoppt und steigt pflichtbewusst aus, um den Fahrzeughalter im nächsten Haus zu suchen.

Mit mir möchte sie nicht sprechen. Schließlich ist sie meinetwegen viel zu nah an die parkenden Autos gefahren. Sie ist sauer, weil ich nicht auf den Bürgersteig ausgewichen bin.

Mein Fazit: Eine Fahrradstraße bringt keine Verbesserung für Radfahrer, wenn sie so breit ist, dass Autofahrer annehmen, sie könnten wie üblich überholen.

Ich will die alte Rolandstraße nicht zurück, aber so geht es nicht weiter! Eine Bekannte hatte eine gute Idee - und typisch für Bielefeld: Pömpel in regelmäßigen Abständen auf der freien Fahrbahnseite könnten eine Verbesserung bewirken: sie würden das Überholen über den Bürgersteig verhindern und dabei die reale Straßenbreite markieren. Und die Feuerwehr könnte die Pömpel bei Bedarf entfernen. Zu teuer? Was ist eine gute Fahrradstraße in Bielefeld wert?

Donnerstag, 26. Mai 2016

Stadtradeln Auftaktfahrt am 12.6.


Viele RadfahrerInnen, die in guter Stimmung gemeinsam die Innenstadt befahren sind die Hauptattraktion des Stadtradel- Auftakts.


Vom Startpunkt Kesselbrink fahren wir
- durch den Ostwestfalendammtunnel und weiter bis zum Johannistal - so gut befahrbar stellt man sich einen Radschnellweg vor
- über das Hufeisen zum Jahnplatz und weiter zum Willy-Brandt-Platz -  richtig viele Radfahrende im Stadtzentrum
- über den Oberntorwall zur Stapenhorststraße - hier ist es zu schmal „mehr Platz fürs Rad bitte!“
- ein Stück Voltmannstraße - so wünscht man sich einen Radweg
- zum Nordpark, wo die Fahrt beim Radlerpicknick des Umweltamts endet.

Die Route sieht man hier: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=kzzwigqalchxakdj

Plakate zum Aushängen und Flyer gibts beim VCD, Umweltzentrum in der August-Bebel-Straße 16 

Dienstag, 24. Mai 2016

BISELA rollt los - feiert mit

Ein knappes Jahr ist es her, dass Transition Town Bielefeld e.V. mit der Idee, freie Lastenräder für Bielefeld anzuschaffen an die Öffentlichkeit getreten sind.

Inzwischen konnten sie das erste Lastenrrad Dank der Spenden von Bielefelder Bürgerinnen, Bürgern und Firmen kaufen. Dazu kam ein zweites, das leihweise zur Verfügung gestellt wird.



Zum offiziellen Start der Verleihphase von BISELA laden Transition Town ein zu

 „BISELA rollt los“

am Freitag, 03. Juni 2016, 17.00 Uhr im Ladenlokal neben dem Restaurant „SUUTJE“ in der Siegfriedstraße 11, Ecke Rolandstraße. Vorherige Anmeldungen erbeten an info@ttbielefeld.de 

Herzliche Grüße,
das BISELA-Projektteam von Transition Town Bielefeld e.V.

Donnerstag, 19. Mai 2016

Nicht zu fassen: Die Verwahrlosung der Mobilität in Bielefeld und ihre jüngsten Opfer.

Die Zeitung NW berichtet heute, die Ergebnisse zur Körperkoordination bei Kindern vor der Einschulung sei erschreckend schlecht, auch die Anzahl Übergewichtiger steige.
Jedes dritte Kind zu unsportlich

Alarmierend: Anzahl der übergewichtigen Sechsjährigen nimmt stetig zu. Mehr als 30 Prozent der Kinder fallen bei Schuleingangsuntersuchung bezüglich Körperkoordination negativ auf. Sportbund verzeichnet Zuwachs…


Die Anmeldung bei Sportangeboten, die mit dem Stichwort „Sportbund“ im Artikel angedeutet wird, zeugt von der Phantasielosigkeit, welche die Zeitung stellvertretend für Eltern an den Tag legt. Das eigentliche Problem benennt Kinder- und Jugendärztin Maike Klein vom Gesundheitsamt in dem Artikel:
"Das Bewegungsverhalten von Kindern hat sich verändert. Es wird viel weniger draußen gespielt." Als Kinder früher auf der Straße getobt hätten, seien Fähigkeiten wie Hüpfen, Klettern und Rennen spielerisch erlernt worden.
Wieviele der auffälligen Kinder täglich mit dem Roller oder dem Fahrrad fahren, stand nicht in dem Artikel, aber wir können die Zahl auf Null schätzen. Der Zeitungsartikel benennt als Grund:
Den Eltern erscheine das Spielen auf der Straße als zu gefährlich, und Alternativen würden nicht geboten.
Unser Thema, da ist es wieder: die Verwahrlosung des öffentlichen Bewegungsraum durch die einseitige Ausrichtung auf Kfz-Mobilität und Vernachlässigung der Belange jüngerer und unmotorisierter Verkehrsteilnehmer.

Die Lösung ist einfach, aber Eltern sind lieber besorgt als aufmüpfig, wenn es um die Gesundheit ihrer Kinder geht: lieber „helikoptern“ sie weiter als die Sicherheit beim natürlichen Bewegungsdrang ihrer Kinder wiederherzustellen.

Wir arbeiten am Faradies, es ist noch ein weiter Weg. Als kostenlose Motivation empfehlen wir auf jeden Fall das STADTRADELN vom 11. Juni an in Bielefeld. http://www.faradies-bielefeld.de/stadtradeln