Samstag, 22. Juli 2017

Stadtradeln Bielefeld 2017 - auswärtige Einblicke

Schnappschüsse und Eindrücke
während des Stadtradelns 2017 in Bielefeld


Unbedingt lesenswert:
Stadtradelstar 2017 Christian Janßen vom Team 150 Jahre Bethel:

https://www.stadtradeln.de/index.php?&id=2520&sr_city_id=4227

und Frau Prof. Dr. Kolip,  Prodekanin der Fakultät für Gesundheitswissenschaften
und Stadtradelstar 2016 im Stadtradelblog

https://www.stadtradeln.de/bielefeld2016/#blogs
(unter: ´STADTRADEL-STAR-Blog´ und ´alle Beiträge anzeigen´)



Auftakt an der Radrennbahn -
hier mit Virtual-Reality-Brille


Ganz analog: Unterwegs mit dem TSVE -
Pause mit Plausch beim Almabtrieb


Verpflegung für Radtouristiker zwischen Harsewinkel & Bielefeld


Abstecher auf die Autobahn


Weiter im Ausland:
Kilometer sammeln und staunen im Vercors


Weiter südlich Vertikalkilometer hinauf zum Mt. Ventoux


zurück durch die heiße Gorge de la Nesque


Nächste Etappe Straßburg / Kehl -
an der Fahrrad- und Fußgängerbrücke


Straßburg - das EU Parlament


Ach: Wie steht´s um Kinderrechte . . . in Bielefeld?


Kritisch!
Großartige Initiativen,  aber deren Fortbestand
hängen immerzu am seidenen Faden


Weil niemand genau hinschaut,
läuft ein Rasenmäher unmerklich über Aktionen hinweg


Faradies schweigt und hofft

Sonntag, 19. März 2017

Faradies Bielefeld – Stadt im Stress auf der Couch



Gewidmet den Personen, deren Energie, Mut, Leidenschaft, Visionen, Gemeinsinn und Sachverstand Grundlage der Hoffnung auf einen Wandel (hier: Stadtentwicklung) ist, 
über dessen Gelingen Romano Guardini sagt:
"Es wird eine Sammlung der Kräfte 
und eine Einheit der Leistung bedürfen" 

Städte bilden ihr Profil 
Wo steht Bielefeld drei Jahre nach dem Faradies - Aufruf
´Bielefeld - eine Stadt zum Gehen und Radfahren´?
Bielefeld - eine Stadt zum Gehen und Radfahren
(Foto: NW)
Angekündigte  Fahrverbote prallen auf das Mantra:
"das haben wir hier immer schon so gemacht" 

und die EU-Komission kassiert das Mantra:

"da kann ja jeder kommen"

Sie wird kommen - mit Vertragsverletzungsverfahren
und fügt damit dem innerstädtischen Dauerstress 
einen weiteren Veränderungsstress hinzu
(Martin Enderle mit Referenten im großen Saal der Kunsthalle: Städte im Stress) 
Fahrverbote würden uns treffen: 
hautnah - zeitnah - ortsnah

Eine Erkenntnis rückt näher
dass es irgendwie
                                - so nicht weitergehen 
wird und die Folgen
                -  uns unmittelbar betreffen werden 
und daraus ein 
                          - Handlungszwang resultiert 
und
              - keine einfachen Lösungen 
auf der Hand liegen

1. Frage: Wie könnten wir handeln?

Prof. Dr. Dirk Messner forscht nach, wo in ähnlich komplexen Ausgangslagen die Probleme vor Ort erfolgreich gemanagt 
und gegen alle Erwartung gelöst wurden 
DRadio-Wissen/Klimawandel-Vergessene-Städte
In der Stadtentwicklung zeigt Kopenhagen diesen Weg seit Jahrzehnten auf - ausgestattet mit einem wirksamen kommunalen Budget und unbelastet von einer wirkmächtigen Autolobby: Selbstgesetzte Ziele erreichen - kraftsparend und effektiv

Zitat während eines Studienaufenthaltes: 
"Dänen lassen sich 
durch gute Argumente gern überzeugen.
Kontroverse Themen werden nach 
intensiver offener Diskussion 
oft 90:10 abgestimmt 
und dann von allen mitgetragen"

Wie kann Teilhabe Gesellschaft befrieden und bewegen?
Gelingende Kooperationsmilieus brauchen eine horizontale, wertschätzende, besonnene und reflektierte Kommunikation 
mit einer geeignete Persönlichkeitsstruktur der Akteure, Resonanz, Transparenz, Benchmarking und funktionierendem Sanktionswesen

Konfrontative Milieus funktionieren anders:
2. Eine Beobachtung von ganz entscheidender Bedeutung:
Wo Konfliktparteien Inhalte bewegen müssen, um zu gemeinsamen Entscheidungen zu gelangen und es ihnen nicht zuverlässig gelingt, klare Botschaften miteinander auszutauschen, bilden die Akteure immerzu untereinander ein ´Täter-Opfer-Retter-Karussel´ 
und alle jagen in starren Rollen wie Marionetten miteinander im
Dramadreieck
Die sozialen Folgekosten dieser Konfliktgestaltung liegen hoch:
Paul Watzlawick / Friedemann Schulz von Thun
Täter-Opfer-Retter-Kommunikation ist 
kurzzeitig unterhaltsam, aber wenig wertschätzend, 
dann auch nicht mehr sachbezogen, 
führt zu Problemtrance,
verliert Lösungen aus dem Blick
und stößt lösungsorientierte Mitstreiter ab

Am Ende reicht es für einige Presseartikel und zurück bleiben Ermüdung, Katerstimmung, einige Verwüstung und Schweigen


Kernfrage: Verfügt Bielefeld über Personal, Strategien und Motivation für einen 
kooperativen Kulturwandel in der Stadtentwicklung?


3. Was ist künftig zu erwarten?

Dort, wo es nicht gelingt, Stadtentwicklung evolutionär zu gestalten, also direkte Lösungen für die Probleme im kooperativen Stil zu finden, bildet sich wie beim Trauermodell nach Elisabeth Kübler-Ross zwangsläufig ein Fächer von bis zu acht Reaktionsmustern aus: 
Ein langer Weg durch die Instanzen
Wie ein Inventar spiegelt das Modell alle
Konfliktmuster in unsrer Stadt wider!

Trauer als lang andauernder phasenhafter Bewältigungsprozess für ein bedeutendes Problem (Luftreinhaltung, Klimaziele, Stadtentwicklung, bewegte Nahmobilität, Schulweg-Sicherheit), geht mit
Verlusten 
einher, löst einen
- schmerzhaften Veränderungsprozess 
aus und überfordert unsere allgemeine
Veränderungsbereitschaft
Ein dynamisches hin und her zwischen Trauerphasen.
Alle Phasen - auch die hässlichen mit Ärger, Wut & Klage 
bauen aufeinander: Miteinander sind sie unverzichtbar für den Bewältigungsprozess



Beispiele?

Für die erste Phase (Ungewissheit oder 
´Phase des nicht wahrhaben wollens´) -
Mögliche Ursachen: 
Ein Problem findet wenig Aufmerksamkeit (mangelnde Resonanzoder trifft sogar auf 
schweigende Abwehr und schädlichen Lobbyismus:

Ein stadtweites konkretes Beispiel für schädlichen Lobbyismus:
Die allpräsente Tabakwerbung an Schulbushaltestellen

a. Wir nehmen gelassen hin, wie Kinder und Jugendliche seit Jahren an allen Schulbushaltestellen gegen geltendes EU-Recht einer extrem professionellen Choreographie der Verführung zum Rauchen ausgesetzt werden in der risikobereitesten Phase ihrer Persönlichkeitsentwicklung


b. Abschalt-Automatik gegen Abgasreinigung und Feinstaub schädigen seit vielen Jahren Kinder und Jugendliche 

c. Wir setzen sie auf Rückbänke unserer Autos
(Quelle: NW)
Lobbyismus und Gleichgültigkeit

2. Phase der Gewissheit:
(Quelle: NW)
Wenn die unterfinanzierte Kommune das Problem nicht lösen kann, Klimaziele nicht erreicht werden, Zulassungszahlen für PKW in Bielefeld weiter steigen, über 17000 Wohnungen fehlen und die Campus-Erweiterung in der Diskussion steht, dann suche ich mir stellvertretend ein anderes Problem und versuche das zu lösen: 

 ... aber der Handel muss in die Stadt ...
... Deutschland braucht den Diesel! 
... grüne Welle schalten ...
(Quelle: NW)
(´Reframing´, Daniel Kahnemann)

3. Phase der Agression:

Wut und Ärger wachsen, wo die Kriterien nach Antonowski 
für Teilhabe und solidarisches Handeln nicht respektiert wurden:
(s. Abb. nach Gerald Hüter)

(Club of Rome Kopräsident Ernst Ulrich von Weizsäcker verweist auf Papst Franziskus 
im Ratsaal der Stadt: Aufklärung 2.0: Industriestaaten sind Entwicklungsländer!)




Sonntag, 18. Dezember 2016

To BIE or not to BIE- postfaktische Kommunalpolitik



Neues Stadt-Logo   -   alte Stadt-Logik?

Hier: Städte im Stress (November 2016)


und ohne Konzept?


 Bielefeldverschwörung - was gibt es sonst schon zu berichten?

Veranstaltungen kommen und gehen - mit wenig Resonanz:

Netzwerkkonferenz November 2016


Als Gast der Kopräsidenten des Club of Rome
Ulrich v. Weizsäcker im Ratssaal der Stadt


Hier das Umweltforum Klimaschutz 2015 (Klimaziele 2020)


mit klugen Modellen der Teilhabe - ohne Resonanz


Weiterhin kopflose Planungen


mit dem Signal an Radler: Verschwinde!



Das BYPAD Qualitätsmanagement -
mit viel Engagement entwickelt und per Ratsbeschluss verabschiedet!


Verabschiedet? wohin? Was kümmern Beschlüsse? Wer plant so was?
Wirkt etwa das Trauma der gescheiterten Planung für die Linie 5 fort?


Wer redet da nicht mit wem?


Reden ohne zu handeln -  am Ende nichts als Scheinpartizipation?


Oder anders gefragt - frei nach Frau Büscher von ´Hart aber Fair´:

Welche Schatten und Tabus

würgen nachhaltiges Handeln in Bielefeld ab?







Mittwoch, 23. November 2016

Fisch fährt Fahrrad - christliche Ermahnung zum Beitrag für die Schöpfung (Umwelt)

Ob Kleinkünstler, Großkapitalist, Liebhaber, Fremdgeher, Großeltern, Yuppie, Single oder Fisch - jeder fährt mit’m Rad.

Fisch? Eines der uralten Symbole der christlichen Kirche. Und ja, auch unsere christlich engagierten Fahrradfreunde kennen gute Gründe für die Verkehrswende.

Dr. Uwe Adam, Arzt, Christ und Co-Autor dieses Blogs schreibt: Liebe Radler, Flaneure, aktive Schützer der Umwelt und Freunde der Schöpfung, gemeinsam mit Papst Franziskus suchen wir nach Antworten auf die Fragen:

-> Was müssen wir heute tun, damit unsere Kinder – freier als wir heute –
künftig über ihren Lebensstil entscheiden können?

-> Wie können wir sie zu einem nachhaltigen Lebensstil befähigen?

Wann: Donnerstag, 24. November 2016, um 20 Uhr

Wo: Gemeindehaus an der Spandauer Allee 48 in Bielefeld (Dornberg)

Referent wird Fred Paul Schelp​ sein. Er ist vielen bekannt als Projektleiter STARS für die Stadt Bierlefeld (http://starseurope.org/bielefeld.php) und als kreativer Planer des Stadtradeln​ (2014).

Eine Veranstaltung der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung im Bielefelder Westen und des Katholischen Bildungswerks e. V. im Dekanat Bielefeld-Lippe​.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Heckengänge - die kleinen grünen Verbindungen in unserer Umgebung

Heckengänge, Schnat- & Graswege, kleine Abkürzungen, Hofwege . . .
Was ist uns der Erhalt dieser alten Wege wert?
Möchten wir sie erhalten?
Oder kann das weg?
Wie erkenne ich eine Fahrrad- und fußgängerfreundliche Stadt?
Darüber hatten wir uns vor zwei Jahren intensiv Gedanken gemacht:
Also Augen auf:
Mein Radweg stadteinwärts: Vorbei am Mülleimer - Radstellplatz . . .
. . . neben den seit Monaten geschützten Abstellplätzen hinterm Bauzaun . . .
. . . zur gut einsehbaren Raucherwerbung für Schulkinder
& Jugendliche an den städtischen Werbeflächen . . .
. . . mit einer pfiffigen Choreographie zügig wechselnder Motive:
Stadtauswärts endet der Weg nach 770 Metern leider stumpf in einer Sackgasse . . .
. . . und der uralte Wanderweg in der Nähe führt neuerdings 240 Meter . . .
. . . weiträumig um ein Grundstück herum:
Die Ausfallstraße nebenan südwestlich endet nun jüngst an einer anderen Sperre
Die Besitzung kann aber auf einem 230 Metern langen abschüssigen Lehmpfad umlaufen werden
Dann öffnet sich der Blick noch vor dem neuen Böckstiegel-Museumsbau . . .
. . . auf ein Landschaftsmotiv des Malers . . .
. . . mit dem uraltem Wiesenweg dort oben
 Ähem - bis vor kurzem. Denn dieser Weg . . .
. . . muss nunmehr auf 365 Metern Straße umlaufen werden, . . .
. . . weil sein Ende zugewachsen ist:
Kann man so was messen?
Ja. Der uralte Rundweg um Bielefeld, Schnatgang oder . . .
. . . endet von einem Jahr zum anderen plötzlich im Maisfeld . . .
. . . und wächst und wächst, weil alte Wege verschwinden:
Von vormals 78 km . . .
. . . bereits 2007 auf über 90 km
Was sind uns die alten Wege wert
?